Der Sohn Des Satyrs

EINE LIEBESGESCHICHTE AUS DER GEORGIANISCHEN ZEIT

Übersetzt von Susanne Döring

Roxton-Familiensaga Band 5
Henri-Antoine und Lisa glücklich bis an ihr Ende

 
 
 

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Ein unabhängig zu lesendes Liebesabenteuer, das vor der Kulisse von Trent, dem Stammsitz der Herzöge von Roxton, spielt. Neue Leser werden die unzähligen Freuden und die glitzernde aristokratische Welt der Roxton-Familie durch die unbefangenen Augen des Neuankömmlings Lisa Crisp sehen, während die Fans der Reihe über Gastauftritte vieler geliebter Charaktere entzückt sein werden. Eine Aschenputtel-Geschichte mit einem herzerwärmenden Happy End.

 

London, 1786. Lord Henri-Antoine ist von der Grand Tour zu einem Leben voller Privilegien zurückgekehrt. Eine große Erbschaft erlaubt ihm jedes Vergnügen, ohne Verantwortung übernehmen zu müssen. Dennoch führt Henri-Antoine ein wohlgeordnetes Dasein und geht bis an den Rand seiner Möglichkeiten, um ein Leiden zu verbergen, das wenige verstehen und viele fürchten.

Miss Lisa Crisp ist eine mittellose Waise, die auf die Almosen von Verwandten angewiesen ist, um dem Armenhaus zu entgehen. Lisa, intelligent und unerschütterlich, will nicht zulassen, dass Armut ihr Leben bestimmt. Sie führt unter den kranken Armen ein nützliches, arbeitsreiches Leben.

Henri-Antoine und Lisa lernen sich unter überraschenden Umständen kennen. Sie fühlen sich sofort zueinander hingezogen. Als sie sich als Gäste derselben Hochzeit auf dem Lande wiederfinden, macht Henri-Antoine Lisa einen skandalösen Vorschlag, den sie ablehnen sollte, aber zu gerne annehmen möchte. Ihrem Herzen zu folgen, könnte für sie beide der Ruin bedeuten.

Länge: 144.000 Wörter.

 

 

Ungehemmte Gefühle und unerwartete Wendungen in der Handlung werden die Augen der Leser mit Freudentränen füllen. Unterschwellige Lektionen der Kunst von Liebe und Hoffnung öffnen die Herzen der Leser für die Geheimnisse von Anziehung und wie wahre Liebe ein Schicksal verwandeln kann. Der Sohn des Satyrs hat eine wundervolle Handlung, schnell und von Überraschungen durchzogen. Der Hintergrund enthält großartige historische Bezüge, alles ist gut erdacht und meisterhaft geschrieben. Die glühenden Momente der Zärtlichkeit waren für mich der schönste Teil dieses Romans und ich habe die frische und kraftvolle Art des Schreibens genossen. Dieses Buch ist ein Meisterwerk, ein Genuss in diesem Genre.
★★★★★
Divine Zape Readers’ Favorite

Ein Muss für Fans, die es genießen, wenn ein Lebemann sich der wahren Liebe ergibt. Eine berauschende Geschichte voller Lachen, einzigartig rührender Momente und einer erstaunlichen Handlung, die Sie bis ganz zum Schluss in Atem halten wird. Dieses Buch hat mich emotional zutiefst berührt. Wer nach geistig anspruchsvoller Lektüre sucht, wo man wirklich etwas Wesentliches über die menschliche Natur lernt, für den ist dies das geeignete Buch.
★★★★★
Maureen Dangarembizi, Readers’ Favorite

Gerade, wenn man annimmt, Lucinda Brant könnte ihre früheren, wundervollen Geschichten nicht mehr übertreffen, kommt Der Sohn des Satyrs heraus, eine der schönsten Aschenputtel-Geschichten aller Zeiten. Der Sohn des Satyrs zu lesen und zu besprechen war ein absolutes Vergnügen. Jeder Fan historischer Liebesgeschichten muss dieses Buch einfach lesen. Absolut fesselnd und wundervoll.
★★★★★ REVIEWER TOP PICK
SWurman for Night Owl Reviews

 
 

 

 

 

Vorschau

GERRARD STREET, LONDON, SOMMER 1786

LISA CRISP, SIR“, stellte sie fest und trat vom Schreibtisch weg, um sich endlich ihrer Manieren zu erinnern und einen Knicks zu machen, den Blick respektvoll auf die bestickte Vorderseite seiner Weste gesenkt.

„Ich kenne Euren Namen, Miss Crisp. Ich fragte nach Eurem Alter.“

Dies ließ sie verwirrt ihre Augen zu seinem Gesicht heben. „Warum solltet Ihr mein Alter zu wissen wünschen, Sir?“

Er war verblüfft, weil sie ihm mit einer Gegenfrage antwortete. „Warum solltet Ihr es mir nicht sagen wollen?“

„Ich habe keinen besonderen Grund, es Euch zu verschweigen. Es ist nur - es ist eine ziemlich banale Frage - von Euch.“

„Banal? Von mir? Welche Frage hattet Ihr erwartet, dass ich stellen würde?“

Sie lächelte über sein Stirnrunzeln und entspannte sich ein wenig. Verschwunden war der feste Blick, durch einen voll Verwirrung abgelöst, der ihn weit zugänglicher wirken ließ.

„Ich hatte an keine besondere Frage gedacht“, antwortete sie und unfähig, sich zurückzuhalten, weil sie ihn nervös gemacht hatte, fügte sie scherzend hinzu: „Vielleicht fällt Euch eine ein, bevor Ihr wieder geht?“

„Fällt mir eine ein ...?“

Ihre Direktheit brachte ihn aus der Fassung. Er hatte dieses Gespräch kurz halten wollen. Er hatte beträchtliche Mühe aufgewendet, um sie mit den wenigen Informationen, die Jack ihm gegeben hatte, zu finden, und jetzt wollte er ihr für ihre Hilfe in seiner Stunde der Not danken und sich wieder auf den Weg machen. Aber die kurze Dankesrede, die ihm auf der Zunge lag, war wie eine platzende Seifenblase in dem Moment verschwunden, als er den Raum betrat und sie neben dem Schreibtisch stehen sah. Stattdessen hatte er nach ihrem Alter gefragt. Warum in Gottes Namen? Und sie war so unverschämt, es ihm nicht zu sagen. Er musste die Initiative wieder an sich reißen, bevor sie ihn erneut verblüffte. Er hätte nicht überrascht sein sollen, als sie seine Absicht wieder durchkreuzte, aber er war es.

„Miss Crisp, ich hatte gehofft, diese Unterhaltung in meiner Kutsche führen zu können, um nicht unerwünschte Aufmerksamkeit auf einen von uns beiden zu lenken.“

„Aber das dürfte für Euch sicher ein unmögliches Unterfangen sein?“

„Unmöglich? Warum?“

Lisa blinzelte ihn an und ihre Überraschung war so groß, dass sie einen Schritt näher trat und sich fragte, ob die Frage ironisch gemeint wäre. Sie musste das fragen.

„Scherzt Ihr mit mir, Sir?“

Jetzt war er nicht nur aus dem Konzept gebracht, sondern fühlte sich auch unbehaglich. Er biss die Zähne zusammen und der starre Blick kehrte zurück.

„Ich versichere Euch, Miss Crisp, dass ich nicht scherze - mit niemandem.“

„Nein? Nie?“

Gereizt fragte er sich, ob sie einfältig wäre. Aber ein Blick in ihre blauen Augen, und er wusste, dass ihre Ungläubigkeit aufrichtig war. Er wusste nicht, ob er verärgert oder geschmeichelt sein sollte.

„Sagt mir, Miss Crisp“, säuselte er. „Warum sollte es für mich ein unmögliches Unterfangen sein, nicht aufzufallen?“

Lisa schluckte. „Ihr wollt, dass ich Euch das sage?“

„Ja.“

„Nun gut. Wenn ich muss. Aber ich bezweifle keinen Moment, dass Ihr die Antwort kennt.“

„Ich kenne sie nicht. Und ich hoffe, dass Eure Antwort, anders als meine Frage, nicht banal sein wird.“

Lisas blaue Augen funkelten und sie lächelte.

„Nun?“, forderte er, als sie nicht sofort reagierte.

„Oh! Also wollt Ihr wirklich, dass ich es Euch sage?“

Als sein Blick zur Decke schoss und dann wieder auf ihr ruhte, er schweigend und erwartungsvoll da stand, verschwand ihr Lächeln und sie spürte, wie ihr die Röte am Hals hochkroch. Es gab keinen Ausweg. Sie würde es ihm sagen müssen.

„Weil ihr so überaus gut ausseht, ist es nur natürlich, dass ihr die Blicke der Menschen anzieht, wohin Ihr auch geht.“

Schweigen breitete sich zwischen ihnen aus und er nickte ernsthaft. Das einzige Anzeichen, dass er von ihrer aufrichtigen Bewunderung in Verlegenheit gebracht worden wäre, war die plötzliche Farbe auf seinen hageren Wangen.

„So sagt man mir. Aber ich stamme aus einer Familie von außergewöhnlicher Schönheit. Ich bin nur der Dorn am Rosenstrauch.“

Lisa schnappte nach Luft und kicherte dann, weil sie seine Antwort absurd fand. Nicht, dass sie ihm nicht glaubte, sie glaubte nur nicht, dass er in irgendeiner Familie ein Dorn sein könnte. Sie schlug rasch die Hand vor den Mund wegen ihrer unhöflichen Reaktion, konnte ihre Schultern aber nicht am Zucken hindern.

„Verzeihung, Miss Crisp“, tönte er beleidigt. „Ich war absolut offen.“

Lisa nickte, wischte rasch ihre feuchten Augen trocken und presste die Lippen zusammen, bevor sie Atem holte und leicht zitternd sagte: „Ich wollte nicht respektlos sein, Sir. Es ist nur so, dass Ihr kein Dorn am Rosenstrauch sein könnt, ganz gleich, wie schön der Rest Eurer Familienmitglieder sein mag.“

Er hob zur Abwehr ihrer offenen Bewunderung eine behandschuhte Hand.

„Das mögt Ihr denken. Zweifellos wird in dieser berauschenden Umgebung jeder mit zwei gesunden Augen und einem geraden Rücken für eine Rose gehalten, die zum Rosenöl taugt.“

Lisa verlor ihr Lächeln, ihre blauen Augen umwölkten sich und bei seinem Scherz verschwand ihre gute Laune. Vielleicht hatte er es als abschätzige Bemerkung gemeint, um seine Verlegenheit zu verbergen, weil er Komplimente über sein gutes Aussehen erhielt. Trotzdem gab ihm das keine Entschuldigung dafür, so abfällig über andere zu sprechen, und sein Stich schmerzte.

„Vielleicht hatte ich Unrecht“, sagte sie leise, aber fest. „Vielleicht seid Ihr ein Dorn. Wahre Schönheit trägt keine Maske. Sie scheint hell aus dem Herzen - und unabhängig davon, wo das Herz auf der Kompassnadel liegt.“ Sie knickste wieder. „Ich bin froh, Euch nach den kürzlichen Anfall so wohlauf zu sehen, Sir. Jetzt müsst Ihr mich entschuldigen. Ich werde anderweitig gebraucht.“