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Rückkehr nach Salt Hendon

FORTSETZUNG VON "DIE BRAUT VON SALT HENDON

Übersetzt von Susanne Döring

Buch 2 der Salt-Hendon-Reihe

Jane und Salt — vier Jahre Happy End
Sir Antony Templestowe — vier Jahre Exil
Lady Caroline — vier Jahre Liebeskummer
Diana St. John — vier Jahre Schmieden von Racheplänen
Die Zeit ist reif

Wie erträgt ein Bruder das Leben, wenn er weiß, dass seine Schwester eine Mörderin ist? Wie kann ein Edelmann das Leben genießen, das er sich immer gewünscht hat, wenn das lauernde Böse seine Gedanken füllt und ihn bis in die Träume verfolgt? Was wird nötig sein, damit das Gute über das Böse triumphieren kann?

Ausgezeichnet mit dem Readers’ Favorite International Book Award

Charakterbestimmte, spannende Liebesgeschichte Klassischer Romanzenstil, ähnlich wie Regency noir
Länge: 123.000 Wörter
Englischer Originaltitel Salt Redux

 

 
 

 

Spitzenbewertungen und Auszeichnungen

Vor einigen Monaten stellte ich fest, dass einige meiner Freunde auf Goodreads dieses Buch (und den ersten Band, Die Braut von Salt Hendon), lasen und liebten, in dem sich zwei meiner Lieblingsgenres von Romanen vereinen - Historische Liebesgeschichte und Krimi. Als daher die Gelegenheit kam, das Hörbuch zu besprechen, habe ich sie mit Begeisterung ergriffen und bin jetzt ein großer Fan von Lucinda Brant geworden. Es gibt so viele Dinge an diesem Buch, die ich liebe, vor allem die abscheuliche Diana, die zwischen ihrer Rolle als angesehene Witwe in der feinen Gesellschaft und ihrem innerlichen Hass schwankt, die sie als wahre Soziopathin zeigen.
★★★★★ Audiobook
Lady Wesley, Romantic Historical Reviews 

 

Lucinda Brant erschafft eine geradezu erschreckende Geschichte über die böseste Täuschung, die bis ins kleinste Detail geplant ist, um uns zusammen mit den Charakteren das Komplott entdecken zu lassen. Und dann, wenn man meint, schon sicher wieder auftauchen zu können, serviert Brant diese gruselige Geschichte, in der Wahnsinn sich mit großer Intelligenz paart, eine tödliche Kombination. Außergewöhnliche historische Romanze auf höchstem Niveau.
★★★★★ Top Pick
SWurman, Night Owl Reviews


Lucinda Brant verfehlt nie, die Leser historischer Romanzen mit ihrer breiten Darstellung des georgianischen Zeitalters zu erfreuen. Die kleinen, sorgfältig dargestellten Details sorgen dafür, dass die Ära selbst fast wie ein Charakter des Buches auftritt. Der Reichtum der Prosa und die Sorgfalt bei all dem, was die Handlung vorantreibt, macht dies zu einem wundervollen Leseerlebnis. Wärmstens empfohlen.
★★★★★ Medal Winner
 Fiona Ingram, Readers’ Favorite

 

 
 
 
 

 

Stammbaum

 

 

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Vorschau

Jeden Monat schickte der Bewacher der bewussten ungenannten Person, die in Schloss Harlech im abgelegenen Norden von Wales festgehalten wurde, einen Bericht an den Earl von Salt Hendon. Ein Bote lieferte diesen Bericht, immer des Nachts, zu Händen von Mr. Rufus Willis, Verwalter des Landsitzes des Earls in Wiltshire, ab. Mr. Willis übergab dann den Bericht seiner Lordschaft, wenn sein Dienstherr allein in seiner weitläufigen Bibliothek war und nicht zu erwarten stand, dass die Gräfin anwesend sein würde.

Mr. Willis fiel jedes Mal die Beklemmung auf dem Gesicht seiner Lordschaft auf, wenn er diese Berichte aushändigte. Bei einer Gelegenheit bot Mr. Willis an, den Bericht zu lesen, um es dem Earl zu ersparen, aber sein edler Dienstherr lehnte ab und sagte, dass es seine Pflicht wäre, ganz gleich, wie unerfreulich und schwierig dies wäre. Mr. Willis wusste, dass der Earl sich selbst bestrafte. Der Earl hielt diese Strafe für gerechtfertigt. Die monatlichen Berichte waren eine schmerzliche Erinnerung daran, dass die bewusste ungenannte Person unsägliches Leid über ihre eigenen Kinder gebracht hatte und die Mörderin Unschuldiger war. Sie hatte auch den Tod des ersten Kindes des Earls und der Gräfin von Salt Hendon noch vor der Geburt verursacht. Trotzdem hatten die Berichte auch etwas Tröstliches. Solange seine Gefangene hinter Schloss und Riegel blieb, waren ihre Kinder in Sicherheit, ebenso wie die seinen. Obwohl er nicht an sein Glück erinnert werden musste, wusste der Earl, dass er der glücklichste aller Männer und nichts und niemand ihm wichtiger war als seine Frau und seine Familie.

Der Bewacher der bewussten ungenannten Person schrieb jeden Monat fast den gleichen Bericht. Sein „Gast“ war eine musterhafte Gefangene, der jeder Komfort zugestanden wurde, den ein so abgelegener Ort bieten konnte. Die Gefangene hatte ihre Zofen, um ihr in die Röcke und Mieder aus Samt und Seide zu helfen, und um ihre taillenlangen, kastanienbraunen Haare im neuesten Stil, an den sie sich aus London erinnern konnte, zu frisieren, und die ihr halfen, die Schmuckstücke auszusuchen, die am besten zu jedem Kleid passten. Wie es ihrem hohen Rang entsprach, bestand sie darauf, sich drei Mal täglich umzukleiden. Diener warteten ihr bei Tisch auf, als ob sie die Königin ihres eigenen Reichs wäre und kamen zur Antwort auf das ständige Klingeln ihrer kleinen Handglocke eiligst herbeigehuscht. Ihr Bewacher begleitete sie auf ihren Spaziergängen auf den Zinnen oder im Hof des Schlosses, speiste mit ihr, wenn er eingeladen wurde und lauschte bei Kaffee und Kuchen ihren witzigen Erinnerungen an Politiker und angesehene Personen der feinen Gesellschaft, die sie alle persönlich kannte.

Die bewusste ungenannte Person verbrachte die meisten Tage damit, die neuesten Ausgaben des Gentleman's Magazine zu lesen, insbesondere die Berichte über die Parlamentssitzungen, und an ihrem Schreibtisch in ihrem hübsch eingerichteten Salon mit Blick aufs Meer zu schreiben. Ihre Briefe wurden abgeschickt, aber nie zugestellt, daher erhielt sie nie eine Antwort. Manche dieser Briefe waren bis zu zehn Seiten lang, und die meisten waren an den Earl von Salt Hendon gerichtet. Ihr Bewacher las diese Briefe als Teil seiner Pflichten und fand sie voller Ratschläge an seine Lordschaft über alle möglichen Arten von politischen und häuslichen Themen. Die Briefe wurden dann verbrannt. Während der Bewacher den Earl allgemein über diese Briefe informierte, berichtete er nicht das Wichtigste daraus, obwohl diese Information mit Sicherheit bestätigte, dass die Frau tatsächlich irrsinnig war. Jeder Brief war unterschrieben mit Diana, Gräfin von Salt Hendon.

Sie hatte einen Briefpartner, der regelmäßig schrieb und der auch ihre Antwortbriefe erhielt. Ein Bruder, ein Diplomat, der im Ausland lebte. Er schrieb aus St. Petersburg, lange, detailreiche Briefe über die wachsende russische Hauptstadt und ihre Umgebung, ihre Menschen und wie er seine Tage als Stellvertreter des Botschafters ausfüllte. Oft fügte er ein kleines Geschenk bei - einen Fächer, ein spitzenbesetztes Taschentuch, ein Paar Seidenstrümpfe, und an einem ihrer Geburtstage schickte er ihr einen bestickten Seidenschal. Seine Briefe waren auch voll des letzten Hofklatsches und der Palastintrigen, manchmal fügte er Ausschnitte aus monatealten englischen Zeitungen bei, die man ihm nach Russland geschickt hatte.

Der Bewacher wusste dies, da seine Gefangene große Freude daran hatte, diese Briefe laut vorzulesen. Ihm wurde bald klar, dass dieser Bruder ein scharfsinniger Herr war, da er nie den Earl von Salt Hendon oder irgendein Mitglied seiner Familie erwähnte. Was der Bruder aus der Korrespondenz mit seiner Schwester wusste, der Earl und dessen Familie aber nicht, und was auch er für sich behielt, war, dass seine Schwester auch die Briefe an ihn unterschrieb, als wäre sie wirklich die Frau des Earls von Salt Hendon.

Nach drei Jahren der Gefangenschaft reagierte die bewusste ungenannte Person nicht länger auf ihren eigenen Namen. Sie erkannte auch die Person, die sie früher gewesen war, nicht mehr, wenn sie ihr beschrieben wurde. Sie war die Gräfin von Salt Hendon, und Magnus Sinclair, der Earl von Salt Hendon, war ihr lieber Ehemann. Sie war nicht vom Gegenteil zu überzeugen. Der Bewacher fand nichts Schlimmes dabei, sie gewähren zu lassen. Schließlich würde sie nie freigelassen werden.

Und daher wurde die bewusste ungenannte Person in ihrem vierten Jahr der Gefangenschaft in jeder Hinsicht so behandelt, als wäre sie tatsächlich die Gräfin von Salt Hendon. Ihr Bewacher, ihr Apotheker, ihre Zofe und ihre Diener redeten sie alle mit diesem Titel an. Ebenso die Einwohner des Ortes.

Wegen ihres guten Benehmens wurden ihr unter strenger Aufsicht gelegentlich Besuche erlaubt. Prominente Einwohner der kleinen Stadt kamen, um ihr ihren Respekt zu erweisen und mit eigenen Augen die schöne Edeldame zu sehen, von der das Gerücht sagte, dass ein brutaler Ehemann sie eingesperrt hielte. Die bewusste ungenannte Person erwies sich als liebenswürdige Gastgeberin, voll Charme, Anmut und edler Haltung. Es war ein Leichtes für die Außenstehenden zu glauben, dass sie sich tatsächlich in der Gegenwart englischen Adels befänden. In Samt und Seide, mit Rubinen um Hals und Handgelenke, wirkte sie majestätisch. Ihre heitere Konversation war gespickt mit Anekdoten von bekannten Politikern, hochstehenden Adligen und ihren Verwandten, fernen Marmorpalästen und schlaflosen Städten, von denen die einheimischen Bürger nur träumen konnten. Bald hielt die Dame einmal pro Woche Hof in einem Zimmer voll eifriger Zuhörer.

Auch dies verschwieg der Bewacher in seinen Berichten an seinen edlen Dienstherrn. Wieder entschuldigte er das vor sich damit, dass nichts Schlimmes daran sein konnte, wenn seine Gefangene einen Haufen unwissender Bauerntölpel zum Nachmittagstee empfing, die niemanden kannten und nirgendwo hingingen. Das hielt die Dame friedlich, unterhalten und beschäftigt, ihre Gedanken bei Nebensächlichkeiten - eine ferne Erinnerung an ihren Zustand, als sie zuerst als giftsprühendes, abscheuliches Monster ins Schloss gebracht worden war, aus deren hasserfüllten Worten Rache troff und die schwor, fliehen zu wollen.

Was der Bewacher nicht richtig einschätzte, was er nicht wissen konnte und nie herausfand, war, dass er sich in der Gegenwart eines weit überlegenen und äußerst bösartigen Geistes befand. In seinem zuversichtlichen Dünkel, in diesen vier Jahren das Monster gezähmt und die Bestie gebändigt zu haben, blieb ihm dies fast bis zu seinem letzten Atemzug verborgen. Er verabsäumte zu verstehen, dass unter der Oberfläche ihrer schönen Fassade, der parfümierten Seide, der geistreichen Konversation und den charmanten Manieren das Monster noch lauerte, auf die rechte Zeit wartete, auf die perfekte Gelegenheit zu entkommen und seine Rache zu entfesseln.

Der Schrecken der Erkenntnis kam an dem Tag, als der Bewacher von Magenkrämpfen gefällt wurde und Fieber ausbrach. Der Apotheker vor Ort führte es auf verdorbenes Essen zurück und verschrieb ein Brechmittel. Da er ein guter Freund der Dame geworden war, die er seit einigen Monaten wegen ihrer Migränen behandelte, überließ der Apotheker den Bewacher ihren fähigen Händen. Er kündigte an, dass er am folgenden Tag wiederkommen würde. Bei Einbruch der Nacht war der Bewacher tot. In seinen letzten bewussten Momenten war er blind und nicht fähig, noch zu sprechen, aber er konnte noch hören. Die Dame flüsterte ihm ins Ohr, als sie sanft seine Decke feststeckte. Die Diener hielten es für eine berührende Szene, einen Hinweis auf die große Zuneigung der Dame zu ihrem Bewacher.

In Wahrheit flüsterte sie ihm schadenfroh zu, dass sie ihn vergiftet hätte. Jedes Löffelchen des Migränepulvers, das der Apotheker ihr verschrieben hatte, war von ihr sorgfältig aufbewahrt worden, bis sie genug gesammelt hatte, um eine tödliche Dosis verabreichen zu können. Sie hasste ihn und hoffte, dass er Todesqualen erlitt. Den größten Hass bewahrte sie jedoch für die Frau auf, von der sie glaubte, dass sie fälschlicherweise als Frau und Gräfin des Earls von Salt Hendon in der Gesellschaft herumstolzierte. Sie hatte vier Jahre damit verbracht, ihren Racheplan auszuarbeiten, und jetzt, ihre Freiheit wiedererlangt, würde sie ihn in die Tat umsetzen.

Nach dem Tod des Bewachers floh die bewusste ungenannte Person nicht sofort. Sie betrauerte sein Ableben, kleidete sich in taubengraue Röcke und lud die einheimischen Bürger zu einem Diner zu seinen Ehren ein. Dann, nach der Beerdigung des Bewachers, kam in der Stille der Nacht ein Bote an. Es war so spät, dass die Hufe des Pferdes auf den Pflastersteinen die Diener nicht aufweckten. Eine rastlose Magd jedoch hörte Stimmen im Hof hallen und stand auf, drückte ihre Nase an die Fensterscheibe, noch rechtzeitig, um die Dame in Nachtgewand und Pantoffeln zu sehen, einen Kerzenleuchter in der Hand, wie sie unter dem Bogen herumhuschte und durch die große Eichentür hereinkam. Sie hielt ein versiegeltes Paket in der Hand.

Der Brief so spät in der Nacht kam vom Earl, der sie anflehte, zu ihm zurückzukehren. Er war von einer Hure, seiner Geliebten, verhext gewesen, mit deren Tod aber auch ihr Einfluss über ihn erloschen war. Zu seiner Schande erkannte er jetzt sein großes Unrecht, seine ihm ergebene Frau ins Exil verbannt zu haben. Würde sie ihm vergeben können? Würde sie zu ihm zurückkehren? Er konnte es nicht erwarten, sich mit ihr zu versöhnen und würde ihr entgegenreiten, um sich an der Grenze zu Wales mit ihr zu treffen. Sie sollte mit größter Geschwindigkeit abreisen.

Die Diener, der Apotheker und vor allem auch diese hervorragenden Leute aus der Stadt, die sich für die Freunde der Gräfin von Salt Hendon hielten, alle kannten den Brief des Earls Wort für Wort, denn sie teilte ihnen freudig die Neuigkeit mit und zeigte ihnen den Brief. Der Apotheker hatte keinen Zweifel daran, dass Siegel und Handschrift dem berühmten Earl von Salt Hendon gehörten. Es herrschte große Freude und die Städter gaben ein Festmahl, um Lady Salt zu ehren und ihr alles Gute zu wünschen, zu dem sie ihr prächtigstes Kleid und Schmuck trug.

Die Möbel wurden mit Überzügen versehen, Taschen und Portmanteaux wurden bis zum Bersten vollgepackt. Eine prächtige Kutsche, die von vier nervösen Grauen gezogen wurde, nahm Lady Salt und ihre Zofe mit und Madam wurde mit großem Aufwand verabschiedet. Sie wurde nie wieder gesehen.

Zwei Tage nach ihrer Abreise kam ein Brief an. Er war von Sir Antony Templestowe und er war den ganzen Weg von St. Petersburg hierhergereist.

Der Apotheker, der im Schloss geblieben war, um die kleinen Rechnungen der Dame mit Geld zu begleichen, das der verstorbene Bewacher zu diesem Zweck gehabt hatte, wusste nicht, was er mit diesem Brief tun sollte. Er war an Diana, Lady St. John gerichtet, eine Person, die dem Apotheker nicht bekannt war, aber die Anschrift war korrekt.

Vielleicht kannte der Schreiber Lady Salt nicht persönlich.

Er hatte sie richtig mit ihrem Vornamen angeschrieben, aber sich dann bei ihrem Titel geirrt. Für den Apotheker war es rätselhaft. Trotzdem wollte er seine Pflicht gegenüber der Dame erfüllen, und daher leitete er den ungeöffneten Brief an den Landsitz des Earls von Salt Hendon weiter, Salt Hall in Wiltshire, von dem er Lady Salt so viele Male hatte sprechen hören, dass er das Gefühl hatte, das große, jakobinische Herrenhaus und seine weitläufige Parklandschaft selbst besucht zu haben.

Da Sir Antony seine Anschrift in St. Petersburg angegeben hatte, schrieb der Apotheker ihm einen höflichen Brief. Er erklärte, was er mit dem Brief gemacht hätte, und, da er annahm, dass er Lady Salt kannte, da er ihren Vornamen verwendet hatte, hätte er sich die Freiheit genommen, Sir Antony die guten Nachrichten zu verkünden: Die Lady hatte Schloss Harlech verlassen und war auf dem Weg, mit ihrem edlen Herrn, dem Earl von Salt Hendon, wieder vereint zu werden.

Einen Monat später erhielt Sir Antony den Brief des Apothekers. Als er ihn gelesen hatte, erbrach er sich.